Tag-Archiv für 'antifa'



1. Mai 2013: Keinen Fußbreit den Faschisten!

Aufruf des »Internationalistischen Aktionsbündnis – FFM« zu den Protesten gegen den Aufmarsch von Faschisten am 1. Mai 2013 in Frankfurt am Main:
IAB
1. Mai 2013 – Keinen Fußbreit den Faschisten! – Internationale Solidarität gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg – Der 1. Mai gehört uns!

Am 1. Mai 1886 wurde in Chicago der Generalstreik ausgerufen. Die ArbeiterInnen forderten den Achtstundentag. Vielen von ihnen mussten diesen Kampf mit dem Leben bezahlen. Seitdem ist für die ArbeiterInnenbewegung dieser Tag zum Kampftag gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Entrechtung geworden. Die internationale Solidarität, die Verbundenheit aller Kämpfe weltweit wird an diesem Tag demonstriert werden. Bis heute kämpfen Menschen am 1. Mai für bessere Löhne, für Arbeitszeitverkürzung und demokratische Rechte.

Dabei steht der Staat mit seinem Unterdrückungsapparat auf der Seite des Kapitals. Ein Beispiel unter vielen ist der Kampf der Gewerkschaften in Istanbul für erlaubte Demonstrationen auf dem Taksim–Platz. In diesen Kämpfen haben schon viele Menschen ihr Leben verloren.

Am 1. Mai: kein Platz für Faschisten!

Den Nazis war der 1. Mai schon immer verhasst: Sie nannten ihn ab 1933 »Tag der nationalen Arbeit«, um ihn für ihre Ideologie der »Volksgemeinschaft«, in der Herrschende und Beherrschte angeblich die selben Interessen haben, zu vereinnahmen. Einen Tag später, am 2. Mai 1933 wurden die Gewerkschaften zerschlagen.

Mit dem Terror gegen die ArbeiterInnenbewegung und ihren Organisationen sollte das Bewusstsein der Menschen für die Klassengegensätze vernichtet werden. Dem aggressiven Expansionsdrang des deutschen Imperialismus stand kein Klassenkampf mehr im Weg. Die offene Diktatur war besiegelt. Faschismus war und ist die schärfste Form der Ausbeutung, Unterdrückung und Entrechtung. Deshalb ist die Beteiligung von Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern, Vereinen und Organisationen der Arbeiterinnen und Arbeiter und der Migrantinnen und Migranten an antifaschistischen Aktionen ein Muss.

Die NPD plant am 1. Mai 2013 einen Aufmarsch in Frankfurt am Main. Zum wiederholten Male wollen sie unter dem Schutz der Polizei ihre hohlen und hetzerischen Parolen verbreiten. Das werden wir verhindern! – Stellen wir uns ihnen in den Weg!

Staat und Nazis Hand in Hand: NSU, Verfassungsschutz und Co.

Die Verstrickungen des Verfassungsschutzes und der Polizei mit terroristischen neofaschistischen Strukturen sind in der BRD nichts Neues. Die Mordreihe des NSU und die skandalöse Verwicklung der geheimdienstlichen Behörden sind nicht Pannen oder das Fehlverhalten Einzelner, sondern verweisen auf genau jene strukturelle und historische Kontinuität, die den Feind links verortet.

Wir wissen deshalb ganz genau, gegen wen sich diese angeblichen Reformen: Zentralisierung und Verstärkung der Kontroll– und überwachungsstrukturen auch zukünftig richten werden.

Internationale Solidarität statt nationalistischer Hetze!

Die größte Angst von Kapital und Staat ist die Solidarität aller Ausgebeuteten und Unterdrückten. Deshalb brauchen sie die NPD und andere Neonazis mit ihrer faschistischen Ideologie. Die ökonomische Unsicherheit, die Angst vor sozialem Abstieg in der Bevölkerung soll sich nicht gegen die Verursacher und Verantwortlichen, sondern gegen andere richten. Mit rassistischer, sexistischer, antisemitischer Propaganda soll Stimmung gemacht werden gegen MigrantInnen, Flüchtlinge, Muslime, Sinti und Roma, Erwerbslose, aber auch gegen die angeblich »faulen« Menschen in sog. »Pleitestaaten«.

Die autoritären Krisenverwalter von Merkel und Co und das deutsche Kapital in der Krise appellieren übereinstimmend mit den Faschisten an den »nationalen Zusammenhalt« und lenken von den eigentlichen Ursachen ab.

Wir stellen der Regierung des Kapitals und der Hetze der Faschisten unsere Solidarität entgegen. Der Abbau sozialer und demokratischer Rechte in Europa wurde maßgeblich von der deutschen Bundesregierung vorangetrieben. In Deutschland wie in anderen Ländern wird mit Reallohnverlusten und Sozialabbau für die Profite der Kapitalisten bezahlt. Die Verarmung in Europa haben die Konzerne, Banken und ihre Regierungen zu verantworten.

Wir rufen alle Menschen auf, mit uns gemeinsam den Nazi–Aufmarsch in Frankfurt zu verhindern und den 1. Mai zu verteidigen.

Beteiligt euch an den internationalistischen Blockaden gegen NPD und andere Faschisten!

Auf zum antifaschistischen 1.Mai 2013 in Frankfurt/Main – Hoch die internationale Solidarität



„Antifa heißt Luftangriff“

„Antideutsche“ Neokonservative führen Begriffe wie Freiheit, Frieden, Gerechtigkeit ad absurdum

Aus der Zeitschrift „Der Semit“ von Susann Witt-Stahl

Sie grölen auf ihren Demonstrationen zynische Parolen, wie „Palästina, knie nieder! Die Siedler kommen wieder!“ oder „Wir tragen Gucci. Wir tragen Prada. Tod der Intifada!“ Aber nicht nur „bedingungslose Solidarität mit Israel“, westlicher Chauvinismus, eine ausgeprägte Upper-Class-Arroganz gegenüber den schlecht Gekleideten ‚da unten’ und eine schaurige Freude am Tanz auf den Gräbern der ausgemachten Feinde – Friedensaktivisten, Kapitalismuskritiker, vor allem von ihnen als „Barbaren“ titulierte Bewohner des Orients – sind signifikante Merkmale der sogenannten Antideutschen. Seit rund 20 Jahren betreiben diese Exlinken, deren Ideologie aus Versatzstücken der Bush-Doktrin, Marx’ Kritik der politischen Ökonomie und Adornos Kritischer Theorie zusammengekleistert ist, auf rabiate Weise Geschichtsrevisionismus. Sie verkehren die Begriffe Emanzipation und Aufklärung in ihr Gegenteil und schrecken auch vor Kooperationen mit Rechtsextremisten nicht zurück.

Antideutsche
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Rezension: Katarina Bader – Jureks Erben

Rezension des Buches von Katarina Bader „Jureks Erben. Vom Weiterleben nach dem Überleben“

Eine „merkwürdige“ Freundschaft entsteht im Herbst 1998, als die 18-jährige Redakteurin einer Schülerzeitung, Katarina Bader, in der Jugendbegegnungsstätte Ausschwitz den fast 80-jährigen Jerzy Hronowski kennenlernt, den alle Jurek nennen.

Sie, auf dem schwäbischen Dorf aufgewachsen, gut behütet in einer politisch fortschrittlichen Familie, ist fasziniert von der charismatischen Persönlichkeit Jureks, der als Zeitzeuge deutsche Jugendgruppen durch das Konzentrationslager Auschwitz führt, in das er selber als Jugendlicher deportiert worden war, in dem er vier Jahre durchlitt – und überlebte. Ihre berührende Begegnung ist es wohl, die Katarina Bader anstößt, in Krakau Polnisch zu lernen, ein Geschichtsstudium aufzunehmen, immer begleitet von Jurek als erzählendem, kritischen, großväterlichen Freund. (mehr…)



redpartisan News #1: Stuttgart 21, Protest und Antifa

Willkommen zur ersten Ausgabe der redpartisan-News! Hier geben wir Euch einen Überblick, was uns im Internet wichtig erscheint. Vorschläge können gerne an uns gesendet werden.

Stuttgart 21:

Nach dem krassen Polizeieinsatz waren die Menschen geschockt. Wir haben schon einen Artikel zur Polizeigewalt gebracht. Ein guter Ereiginis-Bericht zu den Geschehnissen am Donnerstag findet sich auf trueten.de „Einige Erlebnisse am blutigen Donnerstag“

Zur Polizeigewalt hat auch die Solidaritätsorganisation Rote Hilfe eine Pressemitteilung herusgegeben

Bericht auf rf-news.de gibt einen guten aktuellen Überblick „Stuttgart: Unschätzbare Erfahrungen, viele Diskussionen und eine bevorstehende neue Aktionswoche“

Weitere aktuelle Berichte zu Stuttgart 21 findet man hier und hier

Protest:

Die Bildungsproteste laufen zur Zeit auf Sparflamme, hoffentlich kann der österreichische Film über die Protestbewegung das Feuer wieder entfachen: http://www.unibrennt-derfilm.at/

Am 18. und 19. Oktober veranstaltet „Die Zeit“ in Hamburg die Konferenz „Internationale Sicherheitspolitik“, unterstützt wird das Ganze von Rüstungskonzernen und Kriegslobbyisten. Zu Gast werden unter anderem Kriegsminister Guttenberg (CSU), sowie Kriegsminister a.D. Scharping (SPD) sein. Aber es regt sich Widerstand. Die Bündnisseite: http://deutschlandfuehrtkrieg.blogsport.de/

deutschland führt krieg

Antifa:

Aktuelle Proteste gegen Aufmärsche von Faschisten in Hamm und Leipzig

Sonstiges:

„DER SEMIT – Unabhängige jüdische Zeitschrift“ hat eine neue Webseite. Desweiteren ist gerade die neue Ausgabe erschienen. Also es lohnt sich vorbeizuschauen. http://www.dersemit.de/



Hilfe! Wir sind alle Extremisten!

Die bürgerlichen Politiker und Medien beschwören sehr gerne den „Kampf gegen den Extremismus“. Dabei wird alles über einen Kamm geschoren, was in irgendeiner Weise von der sogenannten „bürgerlich-demokratischen Grundordnung“ oder „bürgerlichen Mitte“ abweicht. Es ist wichtig klarzumachen, was die Funktion des Begriffes „Extremismus“ ist. Als Kampfbegriff soll er das Gleichsetzen von Links und Rechts erleichtern. Dazu ein sehr gutes Interview mit dem Faschismus Experten Professor Wolfgang Wippermann.