16.11.: Stoppt den Staatsterror! PKK-Verbot aufheben!

Auf­ruf von [3A]* Re­vo­lu­tio­nä­res Bünd­nis zur De­mons­tra­ti­on gegen das PKK-​Ver­bot am 16.​11. in Ber­lin

Kurdistan Demo

„Die po­li­ti­sche Agi­ta­ti­on der PKK und ihr na­he­ste­hen­der Or­ga­ni­sa­tio­nen hat zwi­schen­zeit­lich ein au­ßen­po­li­tisch nicht mehr ver­tret­ba­res Aus­maß er­reicht. (…) Eine wei­te­re Dul­dung der PKK-​Ak­ti­vi­tä­ten in Deutsch­land würde diese deut­sche Au­ßen­po­li­tik un­glaub­wür­dig ma­chen und das Ver­trau­en eines wich­ti­gen Bünd­nis­part­ners, auf das Wert ge­legt wird, un­ter­gra­ben.“
(aus der Ver­bots­ver­fü­gung des Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­ums 1993)

Wir sagen: 20 Jahre PKK-​Ver­bot sind 20 Jahre zu viel!
Seit dem Er­lass des Ver­bo­tes im No­vem­ber 1993 wur­den zig­tau­sen­de Kur­den in Deutsch­land zu Geld- und Ge­fäng­nis­stra­fen ver­ur­teilt, hun­der­te Or­ga­ni­sa­tio­nen, Ver­ei­ne, Ver­an­stal­tun­gen, De­mons­tra­tio­nen und Kul­tur­fes­ti­vals ver­bo­ten und über 100 kur­di­sche Ak­ti­vis­ten nach den Will­kür­pa­ra­gra­phen §§ 129, 129a, 129b ver­ur­teilt, ja selbst der Pro­test gegen das Ver­bot wird immer wie­der ver­bo­ten und unter Stra­fe ge­stellt. Durch das PKK-​Ver­bot wird eine will­kür­li­che und gren­zen­lo­se Re­pres­si­on gegen Kur­din­nen und Kur­den er­mög­licht und selbst die de­mo­kra­ti­schen und kul­tu­rel­len Ak­ti­vi­tä­ten wer­den kri­mi­na­li­siert und ver­folgt.

In­ter­na­tio­na­ler Ter­ror gegen die kur­di­sche Be­we­gung
In der Tür­kei ver­sucht der re­ak­tio­nä­re tür­ki­sche Staat ge­mein­sam mit der fa­schis­ti­schen und na­tio­na­lis­ti­schen Be­we­gung seit Jahr­zehn­ten die kur­di­sche Be­frei­ungs­be­we­gung durch einen schmut­zi­gen Krieg aus­zu­lö­schen und die Exis­tenz eines kur­di­schen Volkes zu ver­leug­nen, indem er kur­di­sche Kul­tur, Spra­che und Volks­or­ga­ni­sa­tio­nen un­ter­drückt und ver­bie­tet. Die­sem Krieg gegen das kur­di­sche Volk sind zehn­tau­sen­de Men­schen zum Opfer ge­fal­len. Dabei lie­fern deut­sche Kon­zer­ne nicht nur einen gro­ßen Teil der ein­ge­setz­ten Waf­fen an die Tür­kei und pro­fi­tie­ren somit von die­sem Krieg, son­dern der deut­sche Staat berät die Tür­kei auch in „Si­cher­heits­fra­gen“ und bil­det seit Jah­ren Teile der tür­ki­schen Re­pres­si­ons­or­ga­ne aus.
In Deutsch­land geht die Jus­tiz gegen die kur­di­sche Be­we­gung mit Re­pres­si­on, Ein­schüch­te­rung und groß an­ge­leg­ter Über­wa­chung vor und wird dabei immer wie­der von der Tür­kei zu här­te­rem Vor­ge­hen gegen kur­di­sche Ak­ti­vis­tin­nen und Ak­ti­vis­ten ge­drängt. Zudem fin­det ein dau­ern­der Aus­tausch der deut­schen und tür­ki­schen Ge­heim­diens­te über die kur­di­sche Be­we­gung statt.

Stoppt den Staats­ter­ro­ris­mus! Frei­heit und Frie­den für Kur­dis­tan!
Auch nach den an­ge­fan­ge­nen Frie­dens­ver­hand­lun­gen der Tür­kei mit der kur­di­schen Be­we­gung und dem be­gon­nen Rück­zug der Gue­ril­la aus Nord­kur­dis­tan setzt der tür­ki­sche Staat sei­nen Ter­ror gegen die kur­di­sche Be­we­gung wei­ter fort und be­rei­tet durch den Bau von über 100 neuen Po­li­zei-​ und Mi­li­tär­ka­ser­nen in Nord­kur­dis­tan einen neuen blu­ti­gen Krieg vor. In den ver­gan­ge­nen Wo­chen und Mo­na­ten rich­te­te der tür­ki­sche Staat mit den west­li­chen Im­pe­ria­lis­ten seine An­grif­fe vor allem gegen die er­rich­te­ten Selbst­ver­wal­tungs­struk­tu­ren in West­kur­dis­tan/Nord­sy­ri­en (Ro­ja­va): Wäh­rend das kur­di­sche Volk mit­ten im sy­ri­schen Bür­ger­krieg den Kampf für Frei­heit und De­mo­kra­tie auf re­vo­lu­tio­nä­re Weise führt und seine Selbst­ver­tei­di­gung und Ver­sor­gung in Volks­ko­mi­tees or­ga­ni­siert, het­zen die NA­TO-​Staa­ten fun­da­men­ta­lis­ti­sche Söld­ner wie die Al-​Nusra-​Front gegen Ro­ja­va. Die Tür­kei und die NATO un­ter­stüt­zen diese in Ro­ja­va und Sy­ri­en mor­den­den und plün­dern­den Ban­den fi­nan­zi­ell, mi­li­tä­risch und ge­heim­dienst­lich.

Wir ste­hen so­li­da­risch an der Seite der kur­di­schen Frei­heits­be­we­gung gegen jede Re­pres­si­on sei es in der Tür­kei, in Sy­ri­en, in Deutsch­land oder sonst wo. Der kur­di­sche Frei­heits­kampf lässt sich weder ver­bie­ten, ver­nich­ten noch auf­hal­ten, eben­so­we­nig wie un­se­re ent­schlos­se­ne und gren­zen­lo­se So­li­da­ri­tät!

Kommt zur De­mons­tra­ti­on nach Ber­lin und be­tei­ligt euch am In­ter­na­tio­na­lis­ti­schen Block!

De­mons­tra­ti­on | 16. No­vem­ber | 11 Uhr |
Karl-​Marx-​Al­lee/Alex­an­der­platz | Ber­lin

Gegen jede imperialistische Aggression – Verteidigt den Weg der Befreiung und demokratischen Initiative in Rojava (West Kurdistan in Nord-Syrien)

Solidarität mit Rojava! Infos zur Spendenkampagne



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